Beilagen zu Sushi
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Die 10 beliebtesten Sushi Beilagen & Getränke


Sojasauce, Wasabi und Ingwer sind die typischen Beilagen zu Sushi. Grüner Tee und Sake sind traditionelle Getränke zu Sushi.  Weißwein, Rotwein und Bier sind durch die steigende Popularität von Sushi ebenfalls beliebte Getränke.

Im folgenden Beitrag gehe ich auf die einzelnen Sushi Beilagen und Getränke genauer ein. Damit wird die Wahl des passenden Getränks zum Kinderspiel.

 

Sojasauce als Sushi Beilage

Sojasauce ist ein elementarer Bestandteil der japanischen Esskultur.

Sie entsteht aus fermentierten Sojabohnen, Weizen, Salz und Wasser. Es gibt helle und dunkle Sojasauce.

Die Dunkle ist ein echter Allrounder und eignet sich zum Kochen sowie zum Dippen. Die Helle sollte eher zum Kochen verwendet werden.

Eine weitere Variante von Sojasauce ist Tamiri. Diese Soße stellt man ohne Weizen her. Daher eignet sie sich hervorragend für Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden bzw. bewusst darauf verzichten.
Tamiri ist etwas dickflüssiger und hat einen intensiveren Geruch.

So überrascht es kaum, dass sie eine wesentliche Beilage zu Sushi ist.  Beim Sushi essen steht an jedem Platz eine kleine Schale für Sojasoße. Diese sollte stets sparsam gefüllt und genutzt werden. 

Zu viel Sojasauce überlagert die restlichen Aromen und der Reis kann auseinander fallen. 

Sojasauce und Reis sollten sich nicht berühren. Das Stück Sushi wird mit dem Nori-Blatt bzw. dem Fisch in die Soße eingetupft.

Die Verschwendung von Sojasoße wird in Japan als echtes “No-Go” gesehen.

Eine ausführliche Beschreibung wie man richtig Sushi isst findest du in meinem Beitrag “Sushi essen wie Japaner”.

 

Wasabi und Ingwer als Beilagen zu Sushi

Die grüne scharfe Meerrettich gehört ebenfalls zu den Standard Sushi Beilagen. Namida ist eine weitere Bezeichnung für ihn.
Der Sushi Meister verwendet bei der Zubereitung von Nigiri bereits Wasabi verwendet. Dabei streicht er etwas Wasabi zwischen Reis und Fisch.
Daher sollte man überlegt mir ihr umgehen.

Zur Vertiefung empfehle ich dir mein Portrait der beliebtesten Sushi Arten.

Zu viel Schärfe kann sehr unangenehm sein und den Sushi Geschmack überlagern. Es kommt nicht darauf an, wer am Tisch am “schärfsten” Essen kann.

Sojasauce und Wasabi sollte man nicht in der kleinen Schale gemeinsam mischen. Nur zu Sashimi ist dies gestattet.

In Supermärkten kann man bereits fertige Wasabi-Paste kaufen. Diese verliert nach dem Öffnen allerdings relativ schnell ihren Geschmack.

Eine weitere Alternative ist Wasabi-Pulver. Diesen wird mit einem Mischverhältnis von 1 Einheit Pulver zu 1 Einheit Wasser angerührt. Anschließend lässt man das Gemisch um die 10 Minuten stehen.
Das Pulver ist sehr lange haltbar.

Den eingelegte Ingwer isst man nach einem Stück Sushi.
Damit hebt man seinen Geschmack auf. Danach verspeist man eine andere Sorte Sushi.

Der Ingwer wird also nicht zusammen mit dem Sushi verspeist.

Er wird in der Regel auf eine Seite des Tellers gelegt und in einzelnen Stücken gegessen.

Ingwer besitzt viel Vitamin C und enthält zusätzliche Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium und Phosphor. Er wirkt antibakteriell und ist entzündungshemmend. Zudem fördert Ingwer die Verdauung.

Die genauen Makronährstoffe erfährst du in meiner Kalorientabelle der Sushi Beilagen.

 

Goma Wakame Schale Stäbchen

 

Goma – Wakame 

Ein Wakame – Salat besteht aus Braunalgen mit Sesamkörnern. Diese werden klein geschnitten und in Sesamöl eingelegt. 

Algen sind hervorragende Jodquelle. Daher bieten sie eine gute Option dem teilweise vorhandenen Jodmangel in Deutschland vorzubeugen.

Ein übermäßiger Verzehr von Algen kann allerdings schädlich sein. Vor allem wenn man bereits unter einer Schilddrüsenerkrankung leidet. Daher sollte man beim Verzehr Vorsicht walten lassen und ggf. mit seinem Arzt Rücksprache halten.

 

Miso – Suppe als Sushi Beilage

Die Miso – Suppe ist ein weiteres Nationalgericht Japans. Die traditionelle Variante besteht aus einer Kombination von dashi und miso.

Dashi ist ein japanischer Fischsud. Diesen stellt man aus Seetang, Sardellen und Bonitoflocken her. 

Miso ist eine fermentierte Sojabohnenpaste.

Als Suppeneinlagen verwendet man meistens kleine Stücke Tofu, Frühlingszweibeln und dünn geschnittene Meeresalgen. Je nach Saison sind auch Bestandteile zum Beispiel Pilze wie Shiitake möglich.

In Japan wird die Miso – Suppe traditionell zum Frühstück zusammen mit Reis gegessen. Bei uns wird sie meisten als Vorspeise oder als Beilage zum Hauptgericht serviert.

Man darf die Miso-Suppe direkt aus der Schale trinken.

 

Edamame 

Edamame sind eine weitere typische japanische Beilage zu Sushi. Auf deutsch kann man sie als Stängelbohnen übersetzen. Edamame sind ganze grüne Sojabohnen.

In der Regel kocht man sie wenige Minuten im Salzwasser. Edamame serviert man ungeschält in einer kleinen Schale. Bestreut werden sie mit Meersalz. Variationen mit Knoblauch oder Chili sind ebenfalls möglich.

Die Bohnen im Inneren saugt man mit dem Mund aus der Hülle. Als weitere Möglichkeit kann man sie auch mit den Fingern herausdrücken. Die Hülle isst man dabei nicht mit. 

Edamame enthalten eine große Menge an Eiweiß. 100 Gramm der zubereiteten Sojabohnen enthalten ungefähr 11 Gramm Protein. Gerade für Vegetarier und Veganer stellen sie damit einen sehr guten Fleischersatz dar.

Außerdem sind sie reich an Ballast- und Mineralstoffen. Dabei ist vor allem das essentielle Spurenelement Kalium hervorzuheben.

Allerdings haben Sojabohnen nicht nur Vorteile. Laut einem Beitrag von Spiegel-Online fällt man für den Anbau der Sojapflanze große Teile des Regenwalds in Südamerika. Der Hauptteil des Sojas dient dabei als Futter für Tiere.

Zudem enthält Soja Phytoöstrogene. Diese sogenannten Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe. Sie ähneln dem menschlichen Hormon Östrogen und können sich an Hormonrezeptoren ankoppeln. Somit können sie wie das weibliche Sexualhormon wirken oder dessen Wirkung beeinträchtigen. 

An dieser Stelle möchte ich dieses schwierige Thema nicht weiter vertiefen. Ich empfehle dir dich selbst ein wenig mit dem Sachverhalt zu beschäftigen, um dir eine eigene Meinung bilden zu können.

Ich persönlich esse Soja eher selten und nur in Maßen.

 

Getränke zu Sushi

 

Grüner Tee zu Sushi

Grüner Tee

Tee ist nach Wasser das meist konsumierte Getränk auf der Welt.

78 % des weltweit getrunkenen Tees ist schwarzer Tee. Grüner Tee hat ungefähr einen Anteil von 20 %.
Beide stellt man aus den getrockneten Blättern der Camellia Sinensis Pflanze her.

Grüner Tee ist im Gegensatz zu schwarzem Tee nicht fermentiert. Die beiden Teesorten unterscheiden sich in der Herstellung, im Geschmack und ihren Nährstoffen.

Grüntee ist eines der gesündesten Getränke der Welt.

Es besitzt viele wertvolle Inhaltsstoffe. Diese haben einen positiven Effekt auf den menschlichen Körper.
Bekannte Sorten sind zum Beispiel Sencha, Bancha oder Genmaicha.

Nachfolgend einige gesundheitliche Vorteile, die dem grünen Tee zugeschrieben werden:

  • Grüner Tee ist reich an Polyphenolen. Er besitzt einen hohen Anteil des Catechin EGCG (Epigallocatechingallat). Diesem wird ein Großteil der gesundheitlichen Vorzüge des Grüntees zugeschrieben.
    Polyphenole reduzieren Entzündungen im Körper. Sie wirken im Körper als freier Radikalfänger.
    Zudem schützen sie menschliche Zellen vor Schäden. Sie spielen eine wesentliche Rolle im Alterungsprozess und bei einer Vielzahl von Krankheiten.
  • Die wertvollen Antioxidantien im grünen Tee schützen vielleicht vor Krebs.
  • Grüner Tee hat weniger Koffein als Kaffee. Außerdem beinhaltet er die Aminosäure L-Theanin. Synergetisch verbessern Koffein und L-Theanin die Gehirnfunktion.
  • Einige Studien deuten darauf hin, dass Grüntee den Blutzuckerspiegel senken und daher vor der Entstehung von Diabetes 2 schützen kann.
  • Studien weisen darauf hin, dass Grüner Tee den Stoffwechsel verbessert und dadurch kurzfristig mehr Fett verbrannt wird.
  • Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Grüntee-Trinker ein geringeres Herzinfarkt-Risiko haben. 

 

Bier

Bier ist ebenfalls ein beliebtes Sushi Getränk.

Zu Sashimi und Sushi passt herbes Bier hervorragend. Amerikanische und europäischen Lager gleichen dem japanischen Bier (Biru).
Es hat meistens einen Alkoholgehalt um die 5 %.

Asahi Bier ist die international bekannteste Biersorte. Die Brauerei hat seinen Hauptsitz in Tokio. Weitere größere Marken sind Sapporo Bier oder Kirin Lager.

Biru tischt man immer sehr kalt auf. In der Regel bekommt man ein Flaschenbier. Dieses trinkt man mit einem Glas.

 

Sake als Sushi Getränk

Sake wird aus fermentiertem Reis hergestellt.

Dabei wandelt sich die Stärke zunächst zu Zucker und anschließend zu Alkohol um.
Mit seinem milden und weichen Geschmack bringt er jedes japanische Gericht zur Geltung. 

Es gibt den Reiswein in trockenen als auch lieblichen Varianten.
Er enthält zwischen 15-20 Prozent Alkohol.

Im Japanischen steht Sake für alle alkoholischen Getränke.
Sake, wie wir in bei uns kennen, bezeichnen die Japaner als “Nihonshu”.

Er schmeckt am besten bei Zimmertemperatur oder leicht gekühlt.

Allerdings serviert man ihn auch warm. Heißer Reiswein wurde im zweiten Weltkrieg erfunden.
Damals wurde er schwarz gebrannt. Durch das Erwärmen verschleiert man seine mangelhafte Qualität.

Seit Jahrzehnten erfreut sich Sake großer Beliebtheit in Japan und es gibt eine Vielzahl kleiner lokaler Sorten.

Sake sollte vor oder nach dem Sushi essen getrunken werden.

Der Sushi Reis und der Geschmack vom Sake stehen im Wettbewerb zueinander. Mit Sashimi hingegen harmoniert er wunderbar. 

Er kann nicht nur getrunken werden, sondern kommt auch in der Küche zum Einsatz.

Falls du mehr über das japanische Nationalgetränk wissen möchtest, empfehle ich dir mein Portrait über Sake.

 

Wein als Getränk zu Sushi

Gute japanische Restaurants verfügen mittlerweile über eine ansehnliche Weinkarte. Bei der Wahl des Weins gilt folgende Grundregel:

  • der Wein sollte nicht zu trocken sein, da er sonst mit dem Fisch konkurriert.
  • der Wein sollte ebenfalls nicht zu süß sein, da er sonst die feinen Aromen überlagert.

Halb-trockene Weine eignen sich daher am besten zu Sushi. Burgunder oder Riesling harmonieren gut zu Sushi oder Sashimi.

Zu fettreichen Fischen wie zum Beispiel dem Thunfisch passt vollmundiger Rotwein hervorragend. Durch seine Tannine enthält der Fisch einen Geschmack nach Butter.

 

Was trinkst du am liebsten zu Sushi? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Beste Grüße,

Marc

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