Eine Frau hält einen Teller mit verschiedenen Sushi Sorten
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Die Top 5 Sushi Sorten [Sushi Guide]

Als Anfänger ist man schnell von den vielen Sushi Sorten überfordert.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich teilweise verzweifelt die Sushi Karte angesehen habe.

Viele denken, dass Sushi immer mit rohem Fisch ist. Dabei gibts einige Sushi Arten mit gekochtem Fisch oder vegetarische Varianten.

In diesem Artikel erfährst du, wie sich die verschiedenen Sushi Sorten unterscheiden. Zudem lernst du typische Begriffe kennen.

Am Ende findest du auch noch ein kurzes Video auf Englisch, das einen guten Überblick vermittelt.

Mit all diesen Infos bist du perfekt fürs nächste Sushi Essen vorbereitet.

Welche Sushi Sorten gibt es?

Maki Sushi

Hoso-Maki Sushi Avocado und Lachs

Maki (Nori Maki) ist die bekannteste Sushi Art.

Dabei wird Reis und Fisch, Gemüse oder Omelett in ein Nori Blatt eingerollt.

Zum Rollen verwendet man eine Bambusmatte (makisu).

Maki-Rollen schneidet man in der Regel in 6-8 Stücke.

Maki Sushi heißt wörtlich übersetzt „Rollen-Sushi“.

Hoso Maki sind dünne Rollen. Sie werden sehr fest gerollt. Hoso Maki haben nur eine Zutat, zum Beispiel Lachs, Gurke oder Avocado.

Hier gilt das Motto: Weniger ist mehr!

Sie eignen sich vor allem gut für Anfänger, um das Rollen zu lernen.

Du möchtest während einer Diät nicht auf Sushi verzichten? Dann empfehle ich dir meinen Beitrag zum Kaloriengehalt von Sushi.

Futo Maki sind dicke Rollen.

8 Futo Maki liegen auf einem Holzbrett

Sie bestehen aus mehreren Zutaten und überzeugen durch ihre Geschmacks- und Farbenvielfalt. Auf Grund ihrer Dicke schneidet man sie häufig in dünne Scheiben.

Futo Maki bezeichnet man auch als date maki oder dandy rolls.

Im Gegensatz zu Hoso Maki benötigt man ein ganzes Nori Blatt.

Die Rolltechnik bleibt hierbei gleich.

Einige Beläge wie beispielsweise Fischeier halten nicht als Füllung im Reis.

Daher haben Gunkan Maki einen überhöhten Rand um den Reis gewickelt. Das Topping liegt auf dem Reis.

Zwei Gunkan Maki auf einem weißen Teller

Sie werden deshalb auch liebevoll als „Sushi-Schiffchen“ bezeichnet.

Maki Sushi muss nach der Herstellung rasch gegessen werden. Mit der Zeit saugt das Nori Blatt die Feuchtigkeit auf und kann reißen.

Uramaki

Uramaki Sushi Nahaufnahme

Bei Uramaki umschließt das Nori Blatt innen die Füllung und ist außen von Reis umgeben. Daher spricht man auch von “inside-out”

Uramaki wurden in den frühen 70er Jahren von einem Sushi Koch in Kalifornien erfunden.

Daher kommt auch der deutlich bekanntere Name California Rolls. Sie haben eine relativ kurze Tradition und sind nicht typisch japanisch.

Traditionell bestehen California Rolls aus gegartem Krebsfleisch und Avocado.

Viele der bekanntesten Sushi Sorten sind Ura Maki.

Dazu zählen zum Beispiel die Spicy Tuna Roll, Philadelphia Roll und die Dragon Roll.

Die Zubereitung von Ura Maki sieht schwieriger aus, als sie in Wirklichkeit ist. Daher eignen sie sich ebenfalls gut für Anfänger zum Üben.

Sie lassen sich leicht rollen, da es nicht so genau auf die Reismenge ankommt.

Der klebrige Reis stellt sicher, dass die Rollen nicht auseinander fallen.

Im Gegensatz zu Maki Sushi lassen sich Uramaki gut aufbewahren, da die Nori Alge nicht fest bleiben muss.

Nigiri

Übersicht verschiedener Nigiri Arten


Nigiri
ist eine handgeformtes vergleichsweise junges Sushi.

Es wurde vor ca. 200 Jahren in Edo, dem heutigen Tokio erfunden.

Nigiri Sushi war ursprünglich ein Snack für unterwegs, der mit den Händen gegessen wurde.

Nigiru entspricht wörtlich “drücken”.

Bei der Herstellung von Nigiri wird Reis zu einem Oval geformt. Danach mit etwas Wasabi bestrichen und häufig mit Fisch garniert.

Allerdings gibt es auch viele vegetarische und vegane Sushi Arten.

Man erkennt gute Nigiri daran, dass man sie mit einem Bissen verspeisen kann. Der Reis sollte dabei erst genüßlich im Mund zerfallen.

Möchtest du wissen, wie man Sushi Reis richtig zubereitet? Dann empfehle ich dir meinen Artikel dazu.

Reis und Topping müssen miteinander harmonieren. Eine dünne Schicht Wasabi wird auf den Reis gestrichen, um die Aromen zu ergänzen.

Japaner essen Nigiri in der Regel nur in Restaurants. Damit möchten sich ihre Wertschätzung gegenüber dem Handwerk der Sushi Meister zum Ausdruck bringen.

Temaki

Temaki Sushi Art

Temaki Sushi besteht aus einem Nori Blatt, das mit Reis und anderen Zutaten gefüllt wird.

Zur Herstellung benötigt man keine Bambusmatte. Temaki können ganz einfach mit der Hand gerollt werden. Daher sind sie auch super für Kinder geeignet.

Ihr besonderes Merkmal ist die Trichter- bzw. Kegelform.

In der Vergangenheit haben Temaki im Vergleich zu den anderen Sushi Arten deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommen.

Dies hat sich in den vergangenen Jahren ein wenig geändert. Vor allem in den USA haben einige Startups in großen Städten wie New York und Los Angeles damit begonnen, Temaki als gesundes Trend-Food zu etablieren.

Doch ist Sushi eigentlich gesund?

In dieses Restaurants kann sich seinen Temaki selbst zusammen stellen. Ähnlich wie man es beispielsweise von Tacos und Burritos kennt.

Die Hauptzutaten sind dabei stets Reis, Gemüsen, proteinhaltige Lebensmittel und Soßen.

Klassische japanische Füllungen wie negi toro (Thunfisch mit grünen Zwiebeln), Uni ( Seeigel) und Unagi (Aal) kommen natürlich nicht zu kurz.

Temaki eigen sich daher auch super für unterwegs als „to-go Snack“.

Man wird sehen, ob sich Temaki wirklich als Szene-Food etablieren können und dieser Trend auch zu uns kommen wird.

Sashimi

Sashimi Teller

Sashimi sind einzelne Filetstücke vom Fisch. Sie sind kein Sushi und werden im Gegensatz dazu ohne Reis serviert.

Bei Sashimi kommt es besonders auf die Frische an, da der Fischgeschmack von keiner anderen Zutat überdeckt wird.

Klassische Beilagen sind frische Algen, Wasabi und Rettich. Sie sind alles sehr farbenfrohe Lebensmittel, die zusätzlich gut für die Verdauung sein sollen.

Falls du mehr über die Unterschiede zwischen Sashimi und Sushi erfahren möchtest, empfehle ich dir meinen Artikel zu dem Thema.

Oshi Sushi

Oshi Sushi ist gepresstes Sushi.

Von den gängigen Sushi Arten ist es die älteste Variante. Sie kommt dem allerersten Sushi am nächsten.

In Deutschland ist diese Art eher unbekannt und steht selten auf der Speisekarte.

Die Herstellung von Oshi Sushi ist relativ leicht.

Man benötigt lediglich Reis und Fisch. Beides presst man in eine spezielle eckige Holzform. 

Damit wurde der fermentierte Reis und der Fisch ursprünglich haltbar gemacht.

Die Konservierung ist heute natürlich nur noch zweitrangig. Dieses Handwerk ist in vielen Regionen Japans noch verbreitet und üblich.

Battera ist eine der bekanntesten Oshi Sushi Variante.

Für dieses Rezept benötigt man lediglich eine eingelegte Makrele und Reis. Die Makrele wird dabei in Essig mariniert.

Anstelle der Holzform kann man auch anderen Formen im Haushalt verwenden.

Wer keine geeignete Form besitzt, kann es sich auch noch leichter machen. Mit Hilfe einer Bambusmatte wird die eingelegte Makrele und der Sushi Reis eingerollt.

Dieses einfach gerollte Sushi bezeichnet man als Bo-Sushi.

Bevor man die Rollen schneidet, sollte man ungefähr eine halbe Stunde warten.  Dadurch entfaltet sich das gesamte Aroma.

Vegetarische und vegane Sushi Arten

Immer mehr Menschen führen einen nachhaltigen Lebensstil und verzichten bewusst auf tierische Produkte.

Bei dieser Entwicklung verwundert es nicht, dass sich einige Restaurants auf vegetarisches und veganes Sushi Sorten spezialisiert haben.

Dieses wird mittlerweile häufig als Green Sushi bezeichnet.

Egal ob Maki oder Nigiri, veganes Sushi gibt es als in allen Varianten.

Avocado, Gurke, Kürbis und Tofu
sind dabei sehr beliebte Zutaten.
Aber auch ausgefallenere Zutaten wie Süßkartoffeln, rote Beete und Kimchi kommen zum Einsatz.

Falls es bei euch ein vegetarisches Sushi Restaurant gibt, kann ich euch einen Besuch wärmstes empfehlen. Dabei lernt man neue Dinge kennen und es erweitert den eigenen Horizont.

Für Vegetarier, die nicht komplett auf tierische Produkte verzichten, eignen sich zum Beispiel auch Sorten mit Frischkäse oder Omelett. 

Sushi Sorten im Videoportrait

Für die Freunde von bewegten Bilder gibt das folgende Video abschließend noch mal einen schönen Überblick.

 

 

Sushi Fischsorten

Zum Schluß habe ich für dich eine Übersicht der häufigsten Fischsorten erstellt. Durch die Angabe der japanischen Namen fällt dir das Bestellen beim nächsten Mal hoffentlich leichter.

Möchtest Du noch mehr über Sushi wissen?

Coole Übersichten zu den verschiedenen Sushi Typen findest du auch auf meiner Pinterest Pinnwand.

Wie so viele Speisen entwickelt sich auch Sushi immer weiter.

Vor allem in Japan und den USA kreieren eifrige Köche immer neue Sushi Sorten.

Dabei experimentieren sie mit einer Kombination aus westlichen Zutaten und modernen Rolltechniken.

Wir dürfen also gespannt sein, was es in Zukunft so geben wird.

Welches Sushi isst du am liebsten? Ich freue mich auf deine Antwort in den Kommentaren.

Bis bald,

Marc

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